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25.02.2015 15:47 Alter: 4 yrs

Bauhandwerk 1-2.2015: Raum in Rücken

Raum im Rücken

Bauhandwerk 1-2.2015: Raum in Rücken

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Das Büro Spooren Architekten erweiterte in Gütersloh ein Gründerzeithaus um einen Anbau, der sich formal deutlich vom Bestand unterscheidet. Beim An- und Umbau sowie bei der Rekonstruktion der Giebelwand erreichten die Architekten und Handwerker eine Qualität der Oberflächen und Details, die ihresgleichen sucht
von T h o m a s   W i e c k h o r s t

Das 1902 in der Gütersloher Roonstraße erbaute Gründerzeithaus war nicht mehr viel wert. Die Werkraum8 GmbH, ein Tochterunternehmen des ortsansässigen Büros Spooren Architekten, bezahlte gerade mal den Gründstückspreis, investierte dann aber rund 800 000 Euro für die originalgetreue Restaurierung der Giebelfassade, die energetische Ertüchtigung, den Vorteil, den hochwertigen Umbau und Anbau auf der Gebäuderückseite. Architekt Thomas Spooren beschreibt den Vorteil, den der Kauf der Immobilie durch ein eigenes Tochterunternehmen hat, so: »Wir konnten nach unseren Vorstellungen einen Umbau planen, den ein anderer Bauherr so sicher nicht finanziert hätte.«
Dies betrifft vor allem die hohe Qualität der Oberflächen und Details. Das Treppenhaus zum Beispiel ist im Vergleich zu einem Standardeinbau sicher dreimal so teuer geworden. Kein Wunder, denn die Trittstufen, die die Handwerker besonders aufwendig mit einem gebührenden Abstand zum Bestandsmauerwerk montierten, besitzen eine erstaunlich hohe Qualität der Sichtbetonoberflächen. Dies beruht auch einem handwerklichen Trick: Justus Maly, damals Mitarbeiter bei Jan Spooren Metallbau, baute eine alte Waschmaschine zu einem Rütteltisch um, der wirklich jeden Lufteinschluss und Lunker aus dem frisch gegossenen Sichtbeton trieb. Zudem sorgt ein besonders feiner Sand als Zuschlagstoff für die hohe Qualität des Sichtbetons. (...)